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Laufende Projekte


NWOB - Organisationales Verhalten in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland - Theoretische Ansätze, Methoden und Ergebnisse

DFG gefördertes wissenschaftliches Netzwerk

Förderzeitraum: 01.06.2014 - 01.07.2017

Leitung: PD Dr. Mirjam Körner und Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft, Bereich Zertifizierung, Berlin)

In allen Bereichen der Gesundheitsversorgung ist das Ziel, eine effektive, effiziente, sicherere und humane Patientenversor­gung zu gewährleisten. Hieraus resultiert die Notwendigkeit die ver­schiedenen Ebenen der Gesundheitsversorgung (Individuen, Organisationseinheiten und die Organisation selbst) systematisch zu untersuchen. Dieses Forschungsfeld nennt sich „Organizational Behavior“ („Organisationales Verhalten“) und beschreibt die formalen Organisationen, das Verhalten von Personen innerhalb dieser Organisationen, die Entwicklung der Organisationen sowie deren Zweck, Kontext und Umwelt. Ziel der Mitglieder des Netzwerkes ist es, den Forschungsstand zum Organisationalen Ver­halten in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland aufzubereiten und ge­meinsam mit Theorien, Methoden und Ergebnissen zusammenzufassen.

Die Netzwerkgruppe besteht insgesamt aus 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich aus verschiedenen Fachbereichen und Fakultäten verschiedener Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland (Medizinische Psychologie, Medizinische Soziologie, Ge­sundheitsmanagement, Psychologie, Betriebs- und Volkswirtschaft, Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung) rekrutieren. Es werden Beiträge aus den Forschungsgruppen dieser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern deutschlandweit zu einer systematischen Übersicht (englischsprachiges Buch) integriert. Zudem wird ein Review zum Forschungsstand organisationalen Verhaltens in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in Deutschland erstellt.

Erwartete Ergebnisse sind die Intensivierung der Organisationsforschung als einen Bereich der Versorgungsforschung im Gesundheitswesen und die Etablierung des Themengebiets „Organisationales Verhalten“ in medizinischen Einrichtungen für Deutschland. Durch die regelmäßigen Treffen erfolgen eine stärkere nationale Vernetzung, die Kooperation bei gemeinsamen Forschungsprojekte/-anträgen und die Entwicklung einer Forschergruppe. Diese nationale Stärkung ist die Voraussetzung um die Forschungsbemühungen in diesem Feld auch international sichtbar zu machen. 


ELPAS – E-Learning Patientensicherheit:  Entwicklung und Evaluation eines Unterrichtskonzepts zum Thema ‚Patientensicherheit und Kultur der Fehlervermeidung‘

Förderzeitraum: 01.04.2014 - 31.12.2015

Leitung: PD Dr. Mirjam Körner, Dr. Götz Fabry und Prof. Dr. Harald Baumeister (Universität Ulm)

Projektmitarbeiter: Rainer Gaupp, M.A.

Das Thema Patientensicherheit erhält seit mehreren Jahren steigende Beachtung in Öffentlichkeit, Forschung und Praxis. Ein Kulturwandel in Bezug auf das Sicherheitsdenken und die Fehlerkommunikation sowie die Implementierung von Maßnahmen zur präventiven Fehlervermeidung in der Gesundheitsversorgung werden zunehmend gefordert.

Bisher existiert in den meisten Curricula an Medizinischen Fakultäten kein spezifisches Lehrkonzept zur Patientensicherheit. Folglich ist das Ziel des aus internen Qualitätssicherungsmitteln finanzierten Projekts die Entwicklung und Evaluation eines Unterrichtskonzepts zum Thema ‚Patientensicherheit und Kultur der Fehlervermeidung‘. Im Rahmen des Querschnittsbereichs 3 (Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliches Gesundheitswesen) im zweiten Studienabschnitt der medizinischen Ausbildung soll ein interaktives e-Learning-Modul implementiert werden, das die Studierenden vor Eintritt in den ärztlichen Berufsalltag für die Relevanz des Themas sensibilisiert. Unter Berücksichtigung der Richtlinien des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit und NKLM-orientierter Lernziele soll das e-Learning-Modul u.a. Wissen zu den Themen Patientensicherheit und Fehlerkultur vermitteln, die Bedeutung von Human Factors hervorheben (z.B. interprofessioneller Teamarbeit) sowie die Reflektion der Studierenden über ihre Rolle im Gesundheitssystem und den Umgang mit Fehlern anregen.


TIPAS – Teamorientierte Interprofessionelle Ausbildung und Studium in Medizin – Pflege – Physiotherapie

Förderzeitraum: 01.09.2013 - 31.12.2015

Leitung: PD Dr. Mirjam Körner und Prof. Dr. Harald Baumeister (Universität Ulm)

Projektmitarbeiter: Lena Zirn, Dipl.-Psych.

Kooperationspartner: Christa Müller-Fröhlich, M.Sc., Florian Sandeck, M.Sc.

Das mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg geförderte und in den longitudinalen Strang ‚Interprofessionelles Lernen‘ beim Studiendekanat Medizin der Universität Freiburg eingebettete Projekt verfolgt als Ziel die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Modulen interprofessionellen Lernens. Im Fokus steht dabei die Beantwortung der leitenden Fragestellungen nach den optimalen Lern-Settings derartiger Module und der Ermöglichung einer längsschnittlichen Verankerung in den beteiligten Studien- bzw. Ausbildungsgängen. Das team- und patientenorientierte Unterrichtsmodell soll Studierende der Humanmedizin  (Vorklinik), der Pflegewissenschaft (Bachelorstudiengang) und Auszubildende der Physiotherapie gemeinsam von-, mit- und füreinander lernen lassen.

Als Lernerfolg des Angebotes, welches in enger Zusammenarbeit mit Vertreter/innen der Pflegewissenschaft und Physiotherapie erstellt wird, wird neben der Vermittlung NKLM-orientierter interprofessioneller Handlungs- und Kommunikationskompetenzen eine stärkere  Sensibilisierung der Teilnehmer/innen für interprofessionelles berufliches Handeln definiert. 

Das Projekt wird im Verbund mit dem Studiengang Pflegewissenschaft am Universitätsklinikum Freiburg und der Physiotherapieschule der Gesundheitsschulen Südwest GmbH durchgeführt.  


Daneben wird in einer Reihe von nicht aus Drittmitteln finanzierten Projekten Fragestellungen der Sozialepidemologie, der Salutogeneseforschung, der Belastungsforschung in Gesundheitsberufen, der Unterrichtsforschung sowie der Schlafforschung nachgegangen.


Weitere Informationen und Publikationslisten zu einzelnen Projekten erhalten Sie über die Forschungsberichte in der Forschungsdatenbank der Universität Freiburg.

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